"Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat" von Marc-Uwe Kling, Zeichnungen von Astrid Henn, erschienen im Carlsen Verlag imJanuar 2021
An einem ganz normalen Nachmittag möchte Oma kurz etwas im Internet nachsehen, klick klick und plötzlich geht gar nichts mehr. Es gibt kein Internet im ganzen Haus und in der Stadt. Der Papa kommt von der Bank nach Hause, Tiffany kann ihre Musik nicht mehr hören, Max kann nicht auf dem Handy daddeln, Opa kann seine Sendung im Fernsehen nicht gucken.
Nach der ersten kleinen Panik muss sich die Familie gezwungenermaßen miteinander beschäftigen. Sie fangen an zu reden, zu spielen und den Tag ohne Bildschirme zu verbringen, was überraschend chaotisch, aber auch ziemlich schön wird.
Marc-Uwe Kling trifft mit diesem Kinderbuch den Nerv der heutigen Zeit. Die Grundidee ist herrlich absurd, aber nah genug an der Realität, um Generationen zu verbinden. Kinder erkennen ihren eigenen Alltag wieder, während Erwachsene sich schmunzelnd selbst beobachten können – besonders bei der Darstellung, wie aufgeschmissen man ohne ständige Internetverbindung plötzlich ist.
Ein wunderbares Vorlesebuch für Kinder ab etwa 6 Jahren, das auch Eltern beim Vorlesen richtig Spaß macht und ganz nebenbei zum Nachdenken über den eigenen Medienkonsum anregt. Ich hatte viel Spaß und freue mich auf die Folgebänder mit Tiffany und ihrer Familie.
Die Zeichnungen machen Spaß und passen perfekt.
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