Dienstag, 22. September 2026

Der Schwobbel von Mars-Leo Frei

"Der Schwobbel in schleimiger Mission" von Mars-Leo Frei (oder Mario Fesler), Zeichnungen von Marine Ludin, erschienen bei Fischer Sauerländer im Juli 2026

Es wird zum zweiten geschwobbelt. Nun ist er doch wieder da, der Schwobbel. Akim ist so froh darüber, denn seine Schwester Tiffany ist so anders. Sie ist lieb zu ihm, begleitet ihn zur Schule, da stimmt was nicht. Die Vermutungen, die der Schwobbel hat, sind absolut zum kringeln. Ich habe gelacht, als er Tiffany im Schlaf einen Dämon austreiben will. 

Die Zeichnungen von Marine Ludin sind auch wieder toll. Das lockert das Lesen für Kinder auf. Die Geschichte ist super zum Vorlesen, auch gemeinsam ist es schön amüsant.

Mal sehen, ob der Schwobbel einen dritten Teil bekommt. Potential gibt es genug und Spaß machen die Abenteuer von Akim sehr.

Ich kann das Buch total empfehlen, wer noch nicht geschwobbelt hat, der verpasst was im Leben. Am Ende von Buch ist eine Anleitung zum Schwobbel herstellen.



Sonntag, 20. September 2026

Willkommen bei den Grauses - Der normale Schulwahnsinn von Sabine Bohlmann

"Willkommen bei den Grauses - Der normale Schulwahnsinn" von Sabine Bohlmann, erschienen bei Planet! im Februar 2026

Im dritten Band der Reihe erhalten die Grauses einen neuen Auftrag vom Institut für andersartige Wesen: Sie sollen sich weiter in die Menschenwelt integrieren.

Dazu sollen das Werwölfchen Wolfi und der Dilldapp Muh eine ganz normale Schule besuchen. Unterstützt von ihrer Freundin Ottilie stellen sich die beiden dem Schulalltag, doch von hinterhältigen Mitschülern bis hin zur heimlich mitgeschlichenen, unsichtbaren kleinen Husch ist das Chaos vorprogrammiert.

 Das war eine humorvolle Geschichte über Freundschaft, den Mut zum Anderssein und die Frage, was „normal“ überhaupt bedeutet.

Die Dynamik zwischen den Figuren macht richtig Spaß – Ottilie als erdender Pol hält den Laden irgendwie zusammen, während im Hintergrund das nächste kleine Chaos schon vorprogrammiert ist. Wer auf humorvolle Kinderbücher mit einer Prise Fantasie, viel Sprachwitz und einer schönen Botschaft über Toleranz steht, der wird Spaß haben. Von mir eine klare Leseempfehlung, aber unbedingt Teil 1 und 2 vorher lesen.

Das Cover und Zeichnungen sind wieder super gelungen.



Willkommen bei den Grauses - Freunde finden für Anfänger von Sabine Bohlmann

 "Willkommen bei den Grauses - Freunde finden für Anfänger" von Sabine Bohlmann, Zeichnungen von Daniel Steudtner, erschienen bei Planet! im März 2025

Familie Grause hat eine neue Aufgabe. Nun müssen sie Freunde finden. 
Auch Ottilie ist wieder dabei und hilft. Allerdings beginnt sie bald zu verzweifeln. Papa Holger ist ein Felfe und möchte am liebsten mit anderen hüpfen und rosa Kleider tragen. Wolfi möchte einen Stöckchenclub gründen, Muh spielt Fußball mit einem Nachbarsjungen, doch der Vater ist Jäger und da bekommt es Muh mit der Angst.
Mutter Olga liebt als Flaschengeist natürlich Flaschen, doch darüber lassen sich auch keine Freunde finden. Husch möchte Schstzsucherin werden.

Das Abenteuer nimmt seinen zweiten Lauf. Die Familie kommt schräg daher, zum Glück ist die Krähe verliebt und hört nicht so genau hin.

Ich habe dieses Buch mit etwas weniger Begeisterung gelesen als Teil 1. Grundsätzlich hat es mir Spaß gemacht, aber die Dialoge waren nicht so amüsant. Manches ging mir auf den Keks.

Die Illustrationen sind wieder super und passen toll. Auch das Cover ist wieder gut gelungen.

Empfehlen kann ich das Buch trotzdem, den der Grundsatz ist schon lustig.
Zum Vorlesen oder miteinander lesen ist es definitiv ein Spaß. 



Stadt der Magier und Diebe von.

"Stadt der Magier und Diebe" 
von Judith Mohr, Hörbuch gesprochen von Marius Clarén, erschienen im Hörbuch Hamburg Verlag im Juni 2026

Der junge Taschendieb Cor wird in den dunklen Gassen der Stadt Parnass erwischt und soll hingerichtet werden. Zu seiner Überraschung wird er ausgerechnet von dem Magier Jonathan Fossell gekauft. Dieser erweist sich jedoch nicht als grausam, sondern als unerwartet freundlich.
Jonathan entdeckt magisches Potenzial in Cor, nimmt ihn als Schüler auf, das Ganze geschieht eher heimlich.

Der Sprecher Marius Clarén gibt Cor seine Stimme, er erzählt die ganze Geschichte sehr fesselnd. Die düstere Atmosphäre der Stadt konnte ich mir gut vorstellen. Seine Stimme fand ich angenehm und habe ihm gerne zugehört.

Die Geschichte steckt voller Geheimnisse und Magie. Cor hat eine schwierige Kindheit gehabt. Ich fand es erstaunlich und bewundernswert, wie er sich in seiner neuen Rolle eingefügt hat. Dieses Abenteuer ist sehr unterhaltsam, Intrigen und Machtkämpfe sorgen für die Spannung.

Wer Lust auf ein Fantasy-Abenteuer mit interessanten Charakteren hat, dem kann ich es auf jeden Fall empfehlen. Mir hat es gut gefallen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung. 




Willkommen bei den Grauses - Wer ist schon normal? von Sabine Bohlmann

"Willkommen bei den Grauses - Wer ist schon normal?" von Sabine Bohlmann, Zeichnungen von Daniel Steudtner, erschienen bei Planet! im Februar 2024

Die Familie Grause ist alles andere als eine gewöhnliche Familie. Ihre eigenwilligen Angewohnheiten und ihr ungewöhnliches Auftreten stoßen sofort auf Ablehnung der Nachbarschaft. Der Umzug ins neue Heim gestaltet sich äußert schwierig.
Nur Ottilie ist so neugierig und freundet sich mit den Kindern Muh, Wolfi und Husch an.
So seltsam die Namen sind, so ungewöhnlich sind die Kinder auch. Aber Vorsicht, seltsam und komisch darf nicht laut ausgesprochen werden, sonst fängt die Krähe auf dem Dach an zu schreien. Jedesmal wenn der Vogel kräht, gibt es einen grauen Punkt auf einer Liste. Ist diese voll bei 77 Punkten, muss die Familie verschwinden.
Davor hat Familie Grause Angst und verlässt daher das Haus nicht.  
Zum Glück ist Ottilie für die Familie da und unterstützt sie mit vollem Einsatz.

Das Buch hat mir Spaß gemacht, es ist nicht nur kleine Leser ein Vergnügen.  Die Botschaft „Wer ist schon normal?“ ist sehr präsent.
Besonders Opa Grause ist extrem seltsam anders. Er hat mich ein bisschen genervt. 
Ansonsten ist es sehr unterhaltsam und die Zeichnungen machen auch Spaß.

Ich kann diese Geschichte allen ans Herz legen, die humorvolle, fantasievolle Bücher mit einer wertvollen Prise Toleranz und Herzenswärme suchen. 



Donnerstag, 17. September 2026

Frühstück mit Meerblick von Debbie Johnson

 "Frühstück mit Meerblick" von Debbie Johnson, übersetzt von Karin König, erschienen im Mai 2017 im Heyne Verlag

Lauras Leben ist zum Stillstand gekommen, die Trauer um ihren verstorbenen Mann ist noch allgegenwärtig. Eine Stellenanzeige für den Sommer ist eine Rettungsleine, die Laura zögerlich nimmt. 
Ihre beiden Teenager-Kinder sind zunächst absolut dagegen, in das kleine Dorf Dorset wollen Lizzie und Nat nicht.
Doch der Job im „Comfort Food Cafe“ – einem gemütlichen Treffpunkt direkt auf den Klippen wird zu einem heilsamen Ort.
Die Besitzerin Cherie ist ein bisschen verrückt, aber herzensgut. Zwischen hausgemachten Waffeln, hilfsbereiten Eigenbrötlern und der rauen Meeresbrise beginnt Laura langsam, wieder am Leben teilzunehmen, und öffnet ihr Herz vorsichtig für eine neue Begegnung.

Debbie Johnson hat mit diesem Buch einen echten Zufluchtsort in Papierform geschaffen. Was die Geschichte so besonders macht, ist die Balance: Sie packt ernste, schmerzhafte Themen wie Trauer und Verlust an, ohne dass das Buch jemals in düstere Schwere abdriftet. Stattdessen zieht sich eine warme, humorvolle Grundstimmung durch jede Seite.

Das „Comfort Food Cafe“ ist mir sofort ans Herz gewachsen .Die Charaktere sind herrlich schräg, liebenswert und fühlen sich wie echte Menschen an, die ich selbst gerne auf einen Kaffee besuchen würde. Lauras Entwicklung verläuft nicht klischeehaft perfekt, sondern holprig und realistisch – genau das macht sie mir so sympathisch. Die Romantik schleicht sich leise ein und steht nicht gezwungen im Vordergrund

Wer ein Buch sucht, das gleichzeitig zum Schmunzeln bringt, eine Träne verdrücken lässt und das Gefühl eines warmen Sommertags am Meer vermittelt, trifft hier voll ins Schwarze. Ein absolut herzerwärmender Wohlfühlroman. 
Ich liebe dieses Buch mit dem bezaubernden Cover.



Montag, 14. September 2026

Licht - Wenn die Nacht nicht dunkel wird von Maciej Michno und Danio Miserocchi

"Licht - Wenn die Nacht nicht dunkel wird" von Maciej Michno und Danio Miserocchi, übersetzt aus dem Italienischen von Cornelia Panzacchi, Illustrationen von Valentina Gottardi, erschienen im Gerstenberg Verlag im Juni 2026

Ein äußerst gutes und lehrreiches Buch über Lichtverschmutzung. Bewusst war mir das schon, aber nicht, wie sehr es die Vögel und andere Tiere beeinflusst.
In der Stadt lebende Amseln singen lauter als ihre Artgenossen auf dem Land. Sie müssen den Lärm übertönen, das fand ich sehr interessant, aber auch ein bisschen traurig.
Straßenlaternen sollten am besten blaues Licht haben, das wäre eine tolle Verbesserung für die Vögel. 
Auf meinem Grundstück leuchtet nachts kein Licht. Aus meinem Haus leuchtet auch nichts nach draußen, da ich die Rollos herunter mache. Insgesamt kann noch viel mehr getan werden, um den Tieren das Leben leichter und nicht schwerer zu machen.

Licht ist nützlich und hilfreich, doch zu viel davon stört den natürlichen Ablauf der Tiere und Pflanzen. Was ich noch gar nicht wusste, wenn Pflanzen nachts von Straßenlaternen angeleuchtet werden, bleiben Bestäuber fern. Dadurch ist die Verbreitung und Vermehrung gefährdet. 

Das Buch ist gut zum Vorlesen geeignet, auf den Zeichnungen ist viel zu entdecken. Für kleine Leser ist der Text kurz und die Sätze einfach. Am Ende gibt es ein paar Erklärungen zu Fachbegriffen. 

Dieses Buch sollte sich wie ein Schwarm ausbreiten, damit viele Menschen das Licht auch mal ausschalten.