"Der Sommer, der uns blieb" von Greta Herrlicher, erschienen im Vani Verlag GmbH im April 2026
Die Geschichte verwebt zwei Zeitebenen ineinander. Da ist die Jugend der Freunde Britta, Pia und Martin, ihre Tage sind gefüllt mit Spaß, schwimmen im See und die Unbeschwertheit genießen.
Zwanzig Jahre später begegne ich ihnen wieder. Das Leben hat die drei geformt und verändert, sie sind einander fremd geworden. Die alte Vertrautheit braucht Zeit. Als Pia auftaucht, ist ihr Geheimnis stark zu spüren. Die Zerrissenheit von Pia hat mich gefühlsmäßig ein bisschen traurig gemacht.
Greta Herrlicher verzichtet auf unnötigen Kitsch und findet stattdessen Worte für das Schweigen, das oft lauter ist als jeder Streit.
Es ist kein Wohlfühlroman für einen schönen Abend. Es ist eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Frage, wie sehr unsere Vergangenheit unsere Gegenwart diktiert. Das Geheimnis das wie ein Damoklesschwert über der Wiederbegegnung schwebt, sorgt für eine konstante Spannung.
Die Geschichte hat trotzdem eine Leichtigkeit, die mich gut durch die Seiten getragen hat.
Das, was zwischen den Freunde steht, kann ich nicht erwähnen. Wer das Buch liest, muss es selbst erfahren, da ich sonst die Spannung zerstöre.
Ich kann es auf jeden Fall empfehlen, es ist kein Zuckerbrot, sondern ein bisschen bitter.






