"Septemberkinder 89. Über alle Grenzen" von Krisz Hardy, erschienen im Neissufer Verlag
im August 2026
Sommer 1989: Der 13-jährige Paul findet von seinen Eltern einen Abschiedsbrief, sie sind über Nacht in den Westen geflohen.
Seiner jüngeren Schwester Michi erzählt er erst mal nichts davon. Paul möchte Michi vor Kummer und Angst bewahren.
Zurück geblieben sind etwas Geld, zwei Rucksäcke und ein blauer Teddybär.
Das Cover passt sehr gut, die 2 Rucksäcke der Kinder und der ganz wichtige blaue Teddy sind zu sehen.
Also Paul erfährt, sie müssen ins Heim, entscheidet er ganz mutig mit seiner Schwester auch abzuhauen. Für Michi wird es ein Abenteuerspiel.
Zu Fuß machen sich die beiden Geschwister auf eine gefährliche Reise durch die Tschechoslowakei in Richtung Österreich. Die Reise ist geprägt von der Angst, entdeckt zu werden, der harten Natur, aber auch von Begegnungen mit Menschen, die ihnen heimlich helfen. Ich konnte die Spannung kaum aushalten. Ich hatte echt Angst um Paul und Michi, vor allem als sie sich verletzen.
Da sind viele Emotionen im Spiel, ich habe deutlich gespürt, wie sehr es den Autor persönlich betrifft.
Mit 160 Seiten ist es eine verhältnismäßig kurze Geschichte, in der aber enorm viel erzählt wird.
Es zeigt eindrucksvoll, dass ein starker Roman nicht hunderte von Seiten haben muss, um zu beeindrucken und im Gedächtnis zu bleiben.
Krisz Hardy verzichtet bewusst auf langatmige Erklärungen oder unnötige Nebenstränge. Jeder Satz sitzt, jede Szene treibt die Handlung voran.
Gerade für Jugendliche oder Lesemuffel ist diese Kürze ein echter Vorteil, da der Einstieg leichtfällt und die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite gehalten wird.
Ich kann das Buch definitiv empfehlen, es ist eine interessante Erfahrung und erzählt beeindruckend von der Vergangenheit.
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