"Fast Abend, immer noch hell" von Linea Maja Ernst, übersetzt aus dem Dänischen von Ursel Allenstein, erschienen im S. Fischer Verlag im April 2026
Die Geschichte spielt während der magischen, dänischen Mittsommertage. Eine Gruppe von Freunden – ehemals unzertrennlich während des Studiums – versammelt sich in einem abgelegenen Sommerhaus an der Küste Seelands.
Was als nostalgisches Wochenende geplant war, entwickelt sich schnell zu einer emotionalen Bestandsaufnahme. Während sie baden, zu viel Wein trinken und die lauen Nächte genießen, kommen alte Spannungen und neue Lebensentwürfe ans Licht.
Linea Maja Ernst hat ein Kammerspiel unter freiem Himmel gezaubert. Die Emotionen sind so zart, wie das Dämmerlicht der dänischen Nacht.
Es hat mich geflashed, tief hinein gezogen und nicht mehr los gelassen. Die Geschichte geht offen mit der Liebe um, was mir ein bisschen zu viel war. Da es zum Gesamtpaket passt, ist das für mich keine Schwäche.
Die Autorin schreibt gefühlvoll, gleichzeitig ernst und mit einer Traurigkeit. Ich habe mich zwischen den Seiten verloren und beim blättern wieder gefunden.
Die Emotionen kochen über, bleiben aber auch teilweise leise im Raum stehen.
Es ist die perfekte Urlaubslektüre, leicht genug für den Strand, aber ein bisschen schwer, um es ohne Nachklang zu beenden.

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