"Alle lieben Dandelion, aber sie ist tot" von Rosie Storey, erschienen im April 2026 bei Der Audio Verlag, Hörbuch gesprochen von Nora Schulte und Julian Tennstedt, das gleichnamige Buch wurde übersetzt von Babette Schröder und ist bei der dtv Verlagsgesellschaft im April 2026 erschienen
Poppy trauert um ihre Schwester Dandelion. Vor einigen Monaten ist sie gestorben.
Als sie das Handy ihrer Schwester nutzt, wird sie auf Jake aufmerksam. Poppy trifft sich mit ihm und gibt sich als Dandelion aus. Aus der Täuschung entstehen echte Gefühle und Poppy muss sich fragen, was ihr diese Liebe wert ist.
Verlust, Trauer und ein Neuanfang bestimmen die Geschichte.
Es ist eigentlich eine ziemlich düstere Prämisse: Poppy verliert sich selbst, während sie versucht, das zu lieben, was eigentlich ihrer toten Schwester gehörte.
Die Sprecherin Nora Schulte gibt Poppy eine zerbrechliche Stärke, sie macht den Schmerz greifbar.
Sie schafft es hervorragend, die Melancholie hinter der vermeintlichen Perfektion zu transportieren. Die Trauer gibt sie beeindruckend zur Geltung. Ich habe die Gefühle deutlich gespürt. Es war ein angenehmes Zuhören.
Der Sprecher Julian Tennstedt übernimmt den Part von Jake. Auch ihm habe ich gerne zu gehört. Die beiden Stimmen spiegeln die Zerrissenheit der Charaktere perfekt wider. Sie sprechen nicht zusammen, sondern jeder hat ein ganzes Kapitel.
Das Hörbuch ist unterhaltsam, hat mich auch nachdenklich gestimmt. Es ist kein leichter Roman für einen gemütlichen Abend, sondern etwas, was sich nicht einfach so hören lässt. Ich würde es als psychologischen Liebesroman für Frauen bezeichnen mit Hang zur Dramatik.
Was Poppy macht, ist vielleicht nicht nachzuvollziehen, dennoch hat sie meine Sympathie gewonnen. Ihre Trauer hat mich melancholisch gestimmt und mich aufmerksam zuhören lassen.

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