Sonntag, 10. Mai 2026

Der Kernbeißer von Carmen Rohrbach

"Der Kernbeißer" von Carmen Rohrbach, erschienen im April 2026 im Neissufer Verlag 

Es ist ein deutlich schwerwiegenderes Thema, wenn eine Frau, die ihr Leben lang die Freiheit der Welt erkundet hat, plötzlich auf die Grenzen des eigenen Körpers zurückgeworfen wird.

In ihrem Buch erzählt Carmen Rohrbach von einen Kampf gegen einen Feind in ihrem Körper. 
Sie gibt der Figur den Namen Steffi, um so etwas Distanz zu schaffen.

Normalerweise erzählt sie von Reisen in die Mongolei oder vom Durchqueren des Jemen.
Nun ist es eine Expedition in das Land der Krankheit. Sie nutzt ihre Erfahrung als Naturwissenschaftlerin und Beobachterin, um den eigenen Verfall und den Heilungsprozess zu protokollieren. Es ist dennoch tief emotional geworden, ich fand es sehr bewegend.

Auch in der Krankheit bleibt die Natur ihre größte Kraftquelle. 
Der Kontrast zwischen der einstigen Weite ihrer Reisen und der Enge des Krankenzimmers ist eines der bewegendsten Elemente des Buches.

Der Stil ist direkt, ehrlich und sachlich. Diese Nüchternheit macht die Momente der Hoffnung und die Beschreibungen der menschlichen Zerbrechlichkeit nur noch eindringlicher.

„Der Kernbeißer“ zeigt, dass die mutigsten Expeditionen nicht in der weiten Welt stattfinden, sondern in uns selbst.
Ein tief bewegendes Dokument über Resilienz und den Willen zum Leben. Mir hat es gefallen und ich kann es aus persönlichen Gründen nachvollziehen.



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