"Dungeon Crawler Carl -Entertainment ist Pflicht. Überleben nicht" von Matt Dinniman, übersetzt von Ruggero Leo, erschienen bei Fischer E-Books im Februar 2026
Es gibt Bücher, bei denen ich mich frage was der Autor gefrühstückt hat. Matt Dinniman hatte offensichtlich eine Überdosis Chaos und schwarzen Humor gewählt. Was genau mein Humor ist. Dieses Buch hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Herrlich absurd ist der Beginn. Die Erde wird innerhalb von Sekunden „geerntet“. Alles, was von Menschenhand geschaffen wurde, bricht zusammen. Ein intergalaktischer Dungeon ist die einzige Überlebenschance. Es ist Reality-TV-Show, die für das gesamte Universum übertragen wird.
Carl, der eigentlich nur seine Katze retten wollte, stolpert ohne Schuhe und in Boxershorts in den Dungeon. Die Katze heißt Prinzessin Donut (das ist die Kurzform), eine preisgekrönte Perserkatze, die durch ein Upgrade plötzlich Intelligenz bekommt.
Der Brüller ist zusätzlich eine verdammt große Klappe. Donut entwickelt sich zu meinem Liebling. Caro ist auch in Ordnung und sympathisch, aber die Perserkatze ist der Kracher.
Tiefschwarz und oft völlig drüber. Wenn das System Carl verspottet oder die Zuschauer für besonders grausame Tode spenden, schwankte ich zwischen Lachen und leichtem Entsetzen.
Das Duo Carl und Donut ist Gold wert. Die Dialoge sind schnell, bissig und überraschend auch mal emotional.
Die Geschichte ist laut, blutig und macht süchtig. Wer auf schräge Sci-Fi, Videospiel-Logik und Charaktere steht, die sich weigern, einfach nur Opfer zu sein, kommt hier nicht vorbei.
Ich habe viel gelacht und mich prima amüsiert.
Oder wie das System sagen würde: „Glückwunsch, du hast nicht sofort ins Gras gebissen. Hier ist eine Belohnungsbox, die wahrscheinlich explodiert".
Das Cover sagt schon viel aus, da rennt ein Mann barfuß und in Unterhose durch ein bizarres Ding.
In der Hand Dynamit und die Katze hinter ihm.

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