"Das Elser-Eck“ von Will Gmehling, Hörbuch gelesen von Max Ruhbaum, erschienen im derDiwan Hörbuchverlag im November 2025
Die drei Geschwister Alf, Katinka und Robbie sowie ihre Eltern schlagen sich normalerweise so durch – der Vater fährt Taxi, die Mutter verkauft Brötchen, und das Geld ist oft knapp. Doch dann passiert etwas großartiges.
Onkel Carl hat eine größere Summe Geld geerbt und beschließt, seine Familie daran teilhaben zu lassen.
Gemeinsam pachten sie eine heruntergekommene alte Kneipe im Viertel und verwandeln sie in ein „Büdchen“, das Elser-Eck.
Der Kiosk ist nach Georg Elser benannt, dem Widerstandskämpfer gegen Hitler. Alf hält über ihn sogar ein Referat in der Schule, wodurch die Geschichte auch eine tiefere, historische Ebene bekommt.
Der Sprecher Max Ruhbaum gibt den Figuren eine Erdung, die perfekt zur Geschichte passt.
Seine Stimme ist warm und mit genau der richtigen Portion Empathie. Er lässt dem Text den nötigen Raum zum Atmen, was besonders bei den nachdenklichen Passagen eine beachtliche Sogwirkung entfaltet.
Die Geschichte lebt von der Herzlichkeit und dem Zusammenhalt der Bukowskis. Es ist eine Geschichte über soziale Solidarität, die zeigt, wie ein kleiner Ort wie ein Kiosk ein ganzes Viertel zusammenbringen kann.
Wer das Besondere im Banalen findet, wird dieses Hörbuch lieben. Es ist kein Werk der lauten Knalleffekte, sondern eines der feinen Nuancen.
Ich habe die Geschichte sehr genossen und die Familie Bukowski lieb gewonnen. Es darf gerne noch mehr von ihnen zu hören sein.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen