"Hundertsiebenundachtzig Tage" von Ludovic Lecomte, übersetzt aus dem Französischen von Nadine Püschel, erschienen Februar 2026 im
Mixtvision Verlag, Covermotiv von Carine Brancowitz
Ein 16-jähriger Junge hat sein Zimmer seit 187 Tagen nicht mehr verlassen. Für ihn ist die Außenwelt kein Ort der Freiheit, sondern eine Quelle nackter Panik.
Der Roman beschreibt diesen Zustand der Selbstisolation als eine lähmende Hürde.
Die Angst vor dem Draußen ist überwältigend groß.
Ludovic Lecomte hat es meisterhaft zu Wort gebracht, die Enge und die innere Zerrissenheit intensiv zu beschreiben.
Die Hilflosigkeit der Eltern, die zwischen Verständnis, Sorge und dem Drang, ihren Sohn nach Draußen zu bekommen schwankt, ist kaum auszuhalten.
Dieses Buch hat mich tief bewegt. Es ist ein langer Weg von der eigenen Zimmertür bis zur Straßenseite. Auf den wenigen Seiten steht so viel Gefühl. Die Angst nach Draußen zu gehen, ist übermächtig. Gleichzeitig ist es eine interessante Erzählung über den Kampf gegen die Krankheit.
Ich habe das Buch gerne gelesen und kann es auf jeden Fall empfehlen. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, aber absolut passend zu der Atemlosigkeit von dem Jugendlichen.
Das Cover zeigt einen nachdenklichen Jungen, den die Angst quält. Dieses Bild hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht.

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