"The Factory – Es gibt kein Entkommen" von Catherine Egan, von Leo H. Strohm aus dem Englischen übersetzt, erschienen im Januar im Fischer Sauerländer Verlag
In einer Welt, die vom Klimawandel gezeichnet ist und Armut zum Alltag gehört, scheint der 13-jährige Asher Doyle das große Los gezogen zu haben. Er wird ausgewählt, an einem Forschungsprojekt für saubere Energie teilzunehmen. Die Versprechen: erstklassige Bildung, Luxus und eine Bezahlung, die seine Familie aus der Not retten könnte.
Doch kaum in der futuristischen Anlage angekommen, schlägt das anfängliche Staunen in beklemmendes Misstrauen um.
Es handelt sich nicht um harmlose Forschungsstationen. In Containern findet eine Form von Energie-Extraktion statt, bei der den Jugendlichen etwas entzogen wird.
Der Roman entwickelt sich schnell von einer Dystopie zu einem rasanten Thriller, der zentrale Fragen aufwirft: Wie viel ist ein einzelnes Leben im Namen des „Fortschritts“ wert? Und welche Rolle spielt Ashers eigener Vater in diesem grausamen Spiel?
Was mir gut gefallen hat, ist die Freundschaft, die sich zwischen den Kindern entwickelt.
Gleichzeitig wächst das Misstrauen untereinander.
Die Autorin hat einen sehr guten Stil, der Aufbau der Geschichte und die Entwicklung der Figuren ist interessant und spannend.
Das Ende ist ein bisschen fies, es macht aber neugierig und erhöht die Spannung auf Band 2.
Mein Fazit:
Ein packender Pageturner für Fans von dystopischen Geschichten. Catherine Egan kombiniert Sci-Fi-Elemente mit einer Coming-of-Age-Geschichte. Besonders die Dynamik zwischen den Jugendlichen, die in der Isolation der Factory zueinander finden müssen, macht das Buch lesenswert.
Empfehlenswert ab 12 Jahren.






